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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Semesterschwerpunkt

Im Jahr 2021 feiern wir 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Das Jubiläum geht zurück auf das Jahr 321, in dem die erste jüdische Gemeinde auf deutschem Boden in Köln verbrieft ist. Die Volkshochschulen unterstützen das Jubiläumsjahr mit zahlreichen Bildungs- und Kulturangeboten, um auf das reiche kulturelle Erbe von Jüdinnen und Juden aufmerksam zu machen. Bekannter gemacht werden soll auch das heutige vielfältige Leben von etwa 225 000 jüdischen Mitbürger*innen hier in Deutschland. Gleichzeitig setzen wir damit als Volkshochschule im Verbund mit anderen Institutionen und Initiativen der Stadt und der Region ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz und positionieren uns gegen jedweden Antisemitismus.

Mit einem Festvortrag im Stadttheater zur wechselvollen Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland von Roberto Fabian von der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt/Main und Musik jüdischer Komponisten eröffnen wir das Semester.

In unserem Veranstaltungsprogramm finden Sie zahlreiche Führungen und Vorträge zum Thema und zu historischen Persönlichkeiten. Daneben bieten wir Ihnen Begegnungsmöglichkeiten mit jüdischen Menschen und der jüdischen Kultur heute, z.B. rund um den Happy-Hippie-Jew-Bus oder bei der Lesung der jüdisch-deutsch-russischen Autorin Lena Gorelik. Lernen Sie bei Exkursionen nach Frankfurt oder Köln die Geschichte urbanen Judentums kennen oder tauchen Sie in unseren Kursen ein in die hebräische Sprache oder genießen Sie koschere Küche. Oder hören Sie dem Schauspieler Ramo Ali zu, um zu verstehen, woher der Antisemitismus in den Köpfen von manchen Zuwander*innen aus arabischen Ländern kommt und was wir alle tun können, um den Respekt füreinander und ein friedliches Miteinander zu fördern.

Besonders freuen wir uns bei unserem Schwerpunkt über die neue Kooperation mit der Jüdischen Volkshochschule in Frankfurt/Main.

 

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland - Zwischen Hoffnung und Ernüchterung
Semestereröffnung mit Vortrag und Musik
Roberto Fabian, Irith Gabriely, Peter Przystaniak
Do., 23.9.2021, 19:00 - 22:00 Uhr
Stadttheater Aschaffenburg

Kurse und Veranstaltungen

Schlaue Graue - der Filmtreff
Mo. 13.09.2021 15:00
Aschaffenburg

Jeden zweiten Montag im Monat zeigt die vhs in Zusammenarbeit mit dem Landesmediendienst Bayern einen "Seniorenfilm". Jede Generation hat ihre Themen, ihre Filme, ihre Vorlieben - und so hat der Landesmediendienst etwa hundert Filme aus den Bereichen Unterhaltung, Bildung, Erinnerung und Filmkunst zusammengestellt. In diesem Semester zeigen wir passende Filme zu unserem Semesterthema "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". . Neugierig geworden? Kommen Sie einfach vorbei! Mo 13.9.21, Mo 11.10.21, Mo 8.11.21, Mo 13.12.21, Mo 10.01.22. jeweils 15:00 - 17:00 Uhr Nur mit Anmeldung!

Kursnummer 134201
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Dr. Michael Peter Hoecke
1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Eine Spurensuche in Frankfurt
Mi. 06.10.2021 08:30
Ludwigstr. 17, ROB

Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle Die Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle erinnert an die Deportation von Juden aus Frankfurt am Main während der Zeit des Nationalsozialismus. Von 1941 bis 1945 benutzte die Geheime Staatspolizei den Keller der Großmarkthalle als Sammelplatz für die Deportation von Juden aus der Stadt und dem Rhein-Main-Gebiet. Etwa 10.050 Menschen wurden allein bei zehn Massendeportationen von Oktober 1941 bis September 1942 vom Bahnhof Großmarkthalle mit Güterzügen in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert und in der Folge ermordet. Neues Jüdisches Museum Frankfurt Das Jüdische Museum der Stadt Frankfurt am Main ist das älteste eigenständige Jüdische Museum der Bundesrepublik Deutschland. Es wurde am 9. November 1988, dem 50. Jahrestag des Novemberpogroms von Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet und ist Bestandteil des Frankfurter Museumsufers. Es wurde nach fünfjähriger Renovierung am 21. Oktober 2020 wieder eröffnet. Spaziergang vom Jüdischen Museum zur Westendsynagoge Auf dem Weg begegnen wir unterschiedlichen Themen der jüdischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderets. Dabei folgen wir den Spuren Frankfurter jüdischer Persönlichkeiten, die signifikant dazu beitrugen, dass Frankfurt sich zu einer modernen Großstadt entwickeln konnte. Wir lernen jüdische Politiker, Unternehmer, Künstler, Bankiers und Mäzene, ihr Wohn- und Wirkungsorte, ihre Ideen kennen und sehen das wenige, was heute noch im Stadtbild von ihnen übrig ist. Westend-Synagoge Die 1908 bis 1910 erbaute Westend-Synagoge ist die größte Synagoge in Frankfurt am Main und das geistliche Zentrum des jüdischen Gemeindelebens der Stadt. Als einzige von ehemals vier großen Synagogen überstand sie schwer beschädigt die Novemberpogrome 1938 und die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges. Bis zum Untergang des jüdischen Lebens in Frankfurt in der Zeit des Nationalsozialismus diente sie dem liberalen Reformflügel als Gotteshaus. 1950 wurde sie nach provisorischer Renovierung wiedereingeweiht und von 1989 bis 1994 originalgetreu restauriert. Ihr Reiseprogramm: Abfahrt: 09.00 Uhr in Aschaffenburg Ludwigstr. 17 (gegenüber ROB). Anreise mit kurzem Stopp an der Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle. Ab 10.30 Uhr Führungen durch die Ausstellung im Jüdischen Museum in Frankfurt. Kaffeepause im Museum. 13.15 Uhr Geführter Spaziergang auf den Spuren jüdischen Lebens in Frankfurt zur Westend-Synagoge. 14.45 Uhr Besichtigung der Westend-Synagoge. Gegen 17.00 Uhr Rückfahrt nach Aschaffenburg. Reisebegleitung: Gabriele Bokr Reisepreis pro Person: 89,00 Euro Anmeldeschluss: 01.10.21 Zeit: Mittwoch 06.10.21 Veranstalter: Ehrlich Reisen Miltenberg 09371/7377

Kursnummer 112014
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Gebühr: 89,00 EUR
Dozent*in: Gabriele Bokr
Schlaue Graue - der Filmtreff
Mo. 11.10.2021 15:00
Aschaffenburg

Jeden zweiten Montag im Monat zeigt die vhs in Zusammenarbeit mit dem Landesmediendienst Bayern einen "Seniorenfilm". Jede Generation hat ihre Themen, ihre Filme, ihre Vorlieben - und so hat der Landesmediendienst etwa hundert Filme aus den Bereichen Unterhaltung, Bildung, Erinnerung und Filmkunst zusammengestellt.In diesem Semester zeigen wir passende Filme zu unserem Semesterthema "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Neugierig geworden? Kommen Sie einfach vorbei! Mo 13.9.21, Mo 11.10.21, Mo 8.11.21, Mo 13.12.21, Mo 10.01.22. jeweils 15:00 - 17:00 Uhr Nur mit Anmeldung!

Kursnummer 134202
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Dr. Michael Peter Hoecke
Reihe 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Stolpersteine in Großostheim
Fr. 15.10.2021 19:00
Großostheim, Benefiziatenhaus, Am Kirchberg 1

"1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" - Unter diesem Motto hören wir einen Vortrag über jüdische Mitbürger in Großostheim, die den Nazis zum Opfer gefallen sind. Neben Aschaffenburg lebte in Großostheim die zweitgrößte Anzahl jüdischer Familien. Im Andenken dieser wurden die Stolpersteine in Großostheim verlegt. Denn "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist." (Zitat von Günther Demnig) Bitte melden Sie sich für den Vortrag an! Eine Anmeldung garantiert die Teilnahme bei hohem Interesse und eine Information über Ausfall/Verschiebung.

Kursnummer 131250
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Gebühr: kostenlos
nur Abendkasse
Dozent*in: Bernd Hilla
Reihe 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Moses Mendelssohn
Fr. 15.10.2021 19:00
Aschaffenburg

Moses Mendelssohn (1729 - 1786), der große Gelehrte aus der Aufklärungszeit, prägte nicht nur sein Umfeld, auch seine gesamte Epoche! Er beeindruckte und beeindruckt durch sein umfangreiches Wissen, aber auch durch seine Art des Menschseins! In diesem Vortrag zum Semesterthema "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", wird es um die Person Mendelssohn gehen, sein Leben, sein Umfeld, aber auch um die Lebensumstände, in denen er lebte, in denen er dachte und produzierte! Eine spannende Reise in die Biografie eines Gelehrten! Dieser Kurs findet in den Räumen der vhs statt. Sollte dies aufgrund der aktuellen Situation (Corona) nicht möglich sein, wird er online stattfinden. Anmeldung erforderlich!

Kursnummer 132217
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Gebühr: 5,00
Dozent*in: Valentina Urs
Reihe 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Kurt Eisner und die Revolution in Bayern
Mo. 25.10.2021 19:00
Aschaffenburg

Kurt Eisner, der als erster Ministerpräsident der provisorischen Regierung des Freistaates Bayern vorstand, polarisiert bis heute die Gemüter. Gerade aufgrund seiner Rolle während der Revolution 1918/19 in Bayern wurde Eisner von einen als ein "Politiker der Wahrheit" verehrt, von anderen als "Agent des jüdischen Bolschewismus" beschimpft und mit zahlreichen Schmähungen, aber auch Drohungen gegen sein Leben konfrontiert. Schließlich wurde Eisner zum Opfer eines Attentats als er am 21. Februar 1919 auf dem Weg zum Landtag war, um seinen Rücktritt und damit das Ende seines politischen Wirkens zu erklären. Der Vortrag wird neben der Rolle Eisners für die Revolution in Bayern auch die Bedeutung antisemitischer Hetze gegen den ersten Ministerpräsidenten des Freistaates beleuchten und zeigen, wie gefährlich letztere schon zu Beginn der Weimarer Republik gewesen ist. Anmeldung erforderlich!

Kursnummer 132210
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Gebühr: 5,00
Dozent*in: Prof. Dr. Frank Jacob
Selbst bestimmt sterben - was es bedeutet, was uns daran hindert, wie wir es erreichen können
Di. 26.10.2021 19:00
vhs Online

„Selbst bestimmt sterben – das müssen wir alle. Selbstbestimmt sterben – das können wir erreichen, wenn wir es wollen. Aber zunächst müssen wir herausfinden, was das für jeden von uns ganz konkret bedeutet. Die Antworten werden höchst unterschiedlich sein, und sie können sich mit der Zeit für jeden Einzelnen auch verändern. Jeder von uns ist ein Stück weit selbst verantwortlich dafür, dass wir eine Gesellschaft bekommen, in der „selbstbestimmtes Sterben“ weit mehr bedeutet als das Recht, sich selbst zu töten oder töten zu lassen. In der jeder Mensch bis zu seinem Tod gleich geachtet wird, unabhängig von seinem ökonomischen oder sonstigen Leistungspotential. Und in der es für jeden Menschen möglich sein kann, jenes Ziel zu erreichen, das Rainer Maria Rilke so unvergleichlich formuliert hat: O Herr, gib jedem seinen eignen Tod. Das Sterben, das aus jenem Leben geht, darin er Liebe hatte, Sinn und Not.“ Prof. Dr. med Gian Domenico Borasio ist Lehrstuhlinhaber für Palliativmedizin an der Universität Lausanne und Chefarzt der Abteilung Palliative Care am Universitätsklinikum Lausanne. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich. In Kooperation mit der Hospizgruppe Aschaffenburg e. V. Im Rahmen der Theater-Themen-Woche "Sterben in Würde und Selbstbestimmung?" zum Gastspiel "Gott" von Ferdinand von Schirach des Berliner Ensembles am 3.11.21 im Stadttheater.

Kursnummer 132401
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Prof. Dr. med. Gian Domenico Borasio
Hospizliche und palliative Versorgung am bayerischen Untermain
Do. 28.10.2021 19:00
vhs Online

Wenn ein Familienmitglied unheilbar erkrankt, beginnt für alle Betroffenen eine schwere Zeit, die große Belastungen mit sich bringen kann. Im Hospiz- und Palliativbereich entstand in den letzten Jahren ein vielseitiges Versorgungsnetz, um den Anspruch einer ganzheitlichen Versorgung Rechnung tragen zu können: Stationäre Hospize, Palliativkliniken, SAPV- spezialisierte ambulante Palliativversorgung und ambulante Hospizdienste. Die unterschiedlichen Versorgungsstrukturen sorgen aber auch oft für Unklarheiten. Wer bietet was wo an und an wen kann ich mich wann wenden? Deshalb möchten wir Ihnen die stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen und Unterstützungsangebote in unserer Region vorstellen Referenten: Hospiz Alzenau, Markus Höfler, Leiter Palliativklinik Aschaffenburg, Dr. Alfred Paul, Chefarzt SAPV, Dr. Almut Föller, Medizinische Leitung, Hospizgruppe Aschaffenburg e. V., Steffen Naumann, Leitender Koordinator, Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich. In Kooperation mit der Hospizgruppe Aschaffenburg e. V.. Im Rahmen der Theater-Themen-Woche "Sterben in Würde und Selbstbestimmung?" zum Gastspiel "Gott" von Ferdinand von Schirach des Berliner Ensembles am 3.11.21 im Stadttheater.

Kursnummer 132402
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Steffen Naumann
Reihe 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Hanah Ahrendt - ihr Leben, Denken und Werk
Fr. 29.10.2021 19:00
Aschaffenburg

Hannah Arendt (1906 - 1975) ist sicherlich eine der einflussreichsten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Faszinierend ist ihre Schärfe und kompomisslosigkeit im Denken. Ihre Aktualität, aber auch Leidenschaft für die Antike! In diesem Vortrag soll auf Ihr Leben, Denken und Werk eingegangen werden, aber immer auch in Bezug auf andere Denkrichtungen und die jeweiligen Stellungen und Bezüge in der Geschichte! Dieser Vortrag findet in den Räumen der vhs statt. Sollte dies aufgrund der aktuellen Situation (Corona) nicht möglich sein, wird er online stattfinden

Kursnummer 132213
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Gebühr: 5,00
Dozent*in: Dr. Florian Gernot Stickler
Schlaue Graue - der Filmtreff
Mo. 08.11.2021 15:00
Aschaffenburg

Jeden zweiten Montag im Monat zeigt die vhs in Zusammenarbeit mit dem Landesmediendienst Bayern einen "Seniorenfilm". Jede Generation hat ihre Themen, ihre Filme, ihre Vorlieben - und so hat der Landesmediendienst etwa hundert Filme aus den Bereichen Unterhaltung, Bildung, Erinnerung und Filmkunst zusammengestellt. In diesem Semester zeigen wir passende Filme zu unserem Semesterthema "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Neugierig geworden? Kommen Sie einfach vorbei! Mo 13.9.21, Mo 11.10.21, Mo 8.11.21, Mo 13.12.21, Mo 10.01.22. jeweils 15:00 - 17:00 Uhr Nur mit Anmeldung!

Kursnummer 134203
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Dr. Michael Peter Hoecke
Reihe 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Jüdische Mode - vom Kaftan bis zum T-Shirt
Mo. 15.11.2021 19:00
vhs Online

Impuls und Gespräch mit Dr. Naomi Lubrich Religionen finden oft ihren Ausdruck in der Mode. In unserer Gesellschaft geben Kopftuch, Kippa oder Kreuzanhänger die religiöse Zugehörigkeit preis. Von Modest Fashion bis hin zum Statement-T-Shirt spielen Modedesigner*innen mit religiösem Regelwerk und partikularen Identitäten. Welche Rolle spielt die Mode in der jüdischen Kultur? Gibt es Kleidervorschriften? Was zeigt uns die Geschichte und wie drücken Juden und Jüdinnen heute religiöses Bewusstsein mit ihrem Kleidungsstil aus? Dr. Naomi Lubrich, Direktorin des Jüdischen Museums der Schweiz und Kuratorin der Mode-Ausstellung „Cherchez la femme“ (2017) gibt uns einen Einblick in jüdische Moden – von der Kleidung orthodoxer Juden im 18. und 19. Jahrhundert bis zu T-Shirts in der Gegenwart. Moderation: Magdalena Zeller (KulturRegion FrankfurtRheinMain) Im Rahmen der Reihe „Kleidung, Freiheit, Identität“ der KulturRegion und des Semester-Schwerpunktes „1700 Jahre jüdisches Leben“ der vhs Aschaffenburg Naomi Lubrich wurde in Toronto, Kanada geboren. Sie studierte Literatur und Kunst in New York (Columbia University, BA 1998) und Berlin (Freie Universität, Dr. phil. 2012). Sie arbeitete im Metropolitan Museum of Art in Manhattan, im Jüdischen Museum Berlin und nun im Jüdischen Museum der Schweiz als dessen Direktorin. Sie schreibt über Mode, Populärkultur und jüdische Geschichte, derzeit über die Vor- und Nachgeschichte des mittelalterlichen jüdischen Spitzhuts. Das Gespräch führt Magdalena Zeller, Projektleiterin "Geist der Freiheit" der KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH. Kooperation mit KulturRegion FrankfurtRheinMain. Anmeldung erforderlich!

Kursnummer 132218
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Dr. Naomi Lubrich
Wenn Steine Geschichten erzählen - Die Jüdischen Friedhöfe in Aschaffenburg Vortrag
Di. 16.11.2021 19:00
Aschaffenburg

Die Jahrhunderte alten Grabsteine auf den jüdischen Friedhöfen in Aschaffenburg sind ein Spiegelbild der jüdischen Kultur. Sie erzählen uns etwas über die Stellung des Toten in der Kultusgemeinde, aber auch über seine Teilhabe an der Gesellschaft. Die Verwitterung der Steine einerseits sowie die Sprache der hebräischen Inschriften andererseits erschweren das Verständnis und die Übersetzung. Mithilfe von Geschichten aus der Bibel (Altes Testament) und ergänzenden Dokumenten aus den Archiven entschlüsselt der Experte und Kenner Oded Zingher Inschriften und entlockt den Steinen, die in ihnen verborgenen Geschichten.

Kursnummer 131001
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Gebühr: 5,00
nur Abendkasse
Dozent*in: Oded Zingher
Reihe Demokratie im Gespräch: Antisemitismus im Netz Die Webtalkreihe der BLZ in Kooperation mit dem bayerischen Volkshochschulverband e.V.
Mi. 17.11.2021 19:00
vhs Online

Die Verbreitung antisemitischer Hetze hat in den letzten Jahren über Internet und soziale Medien einen neuen Resonanzraum erfahren. Dabei werden alte Vorurteile gegenüber Juden und Jüdinnen aufgegriffen und in neue Konzepte eingebettet, wie dies beispielsweise bei der rechtsextremen Gruppe QAnon geschieht. Das Web 2.0 ermöglicht eine ständige, sich beschleunigende Reproduktion antisemitischen Gedankengutes, die dieses in alle, früher noch dafür eher unempfängliche, gesellschaftliche Milieus trägt und so zu einer zunehmenden Streuung und Verfestigung führt. Der digitale Antisemitismus äußert sich dabei auch in der „realen Welt“ in Form von antisemitischen Diskriminierungen im Alltag gegenüber Juden und Jüdinnen. Der digitale und der analoge Hass sind tief im kollektiven Bewusstsein verankert und bestärken sich wechselseitig, was ein Erstarken des Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches Phänomen zur Folge hat. Im Webtalk „Antisemitismus im Netz“ werden wir gemeinsam mit Expert*innen einen Blick auf den reproduzierenden und katalysierenden Effekt des Internets auf das Konstrukt des Antisemitismus werfen, um anschließend praxisnahe Gegenmaßnahmen zu beleuchten. Es diskutieren mit Ihnen Markus Weiß, TU Berlin und Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt zu „Verbal-Antisemitismen im Internet" Andreas Franck,  Oberstaatsanwalt und Zentraler Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Justiz Nach einem thematischen Input der Gäste können Sie sich gerne mit eigenen Fragen und Beiträgen in die Diskussion miteinbringen. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Kursnummer 133603
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Gebühr: kostenlos
nur Abendkasse
Dozent*in: N.N.
Smart Democracy: Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein? Online-Seminar
Mi. 24.11.2021 19:00
vhs Online

Veranstaltung im Rahmen des Jubiläumsjahres 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland Im Rahmen des Festjahres wurde das lebendige, vielfältige jüdische Leben in Deutschland gefeiert. Wir ziehen Bilanz und blicken nach vorn: Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein? Wieso bleibt die Lebenswirklichkeit von Jüdinnen und Juden in Deutschland abseits von Holocaustgedenken im öffentlichen Diskurs oftmals auf der Strecke? Welche Möglichkeiten gibt es, dem wachsenden Antisemitismus zu begegnen? Hat das Festjahr dazu beigetragen, jüdisches Leben in Deutschland dauerhaft sichtbarer zu machen? Die Veranstaltung wird live aus der vhs Köln übertragen. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133501
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Gebühr: kostenlos
nur Abendkasse
Dozent*in: N.N.
Koscher Kochen Rezepte zum Ausprobieren aus der jüdisch-israelischen Küche
So. 28.11.2021 12:00
Aschaffenburg

Genießen Sie die jüdisch-israelische Küche, die Vielfalt der Gewürze und des Geschmacks aus dem Schmelztiegel Israels und der Diaspora.

Kursnummer 336005
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Gebühr: 40,00
Dozent*in: Hanna Jerusalem
Kiste auf dem Kopf und Schlüssel weg Erzählperformance
Do. 02.12.2021 19:00
Aschaffenburg

"Fünf Minuten bist du frei in deinem Leben, nach der Geburt, und dann wird über deinen Namen, deine Nationalität, deine Religion und deine Gemeinschaft entschieden und du wirst den Rest deines Lebens damit verbringen, für Dinge zu kämpfen und dumm zu verteidigen, die du nicht gewählt hast." Ramo Ali erzählt an diesem Abend aus eigener Erfahrung, wie es ist, Antisemitismus und Hass auf Israel von klein auf in einer Diktatur eingetrichtert zu bekommen, eine verschlossene Kiste als Kopf zu haben mit fremden Gedanken darin. Und wie schwierig es für Menschen aus arabischen Ländern ist, sich hier in Deutschland davon zu befreien. Denn der Schlüssel, um diese Kiste zu öffnen und an den Inhalt heranzukommen, ist weg. Kritisch-entwaffnend, einfühlsam und humorvoll beleuchtet Schauspielerphilosoph Ramo Ali, wie es zu dieser Kopf-Kiste kommt und zeigt, wie er sie trotz verlorenem Schlüssel öffnen und sich von ihrem Inhalt befreien konnte. Er zeigt Wege auf, sich von Stereotypen und Feindbildern zu lösen, und macht in der Tradition einer universellen Aufklärung Mut zur inneren Freiheit und zur Verständigung zwischen den Kulturen. Ramo Ali wurde 1985 im kurdischen Teil von Syrien geboren. Mit 13 Jahren begann er seine Karriere als Schauspieler. 2002 bis 2004 besuchte er eine Theaterakademie in Damaskus. 2009 kam er wegen eines Auftritts im Libanon ins Gefängnis. 2011 floh er nach Deutschland. Er lebt seither als freier Schauspieler in Neu-Ulm und war auf den verschiedensten deutschen Bühnen zu sehen, z.B. in der Europa-Trilogie "Empire" des Schweizer Regisseurs Milo Rau. Neben seiner Tätigkeit als Theaterschauspieler engagiert er sich in Fernsehsendungen, Performances und Workshops für Menschenrechte und eine friedliche und respektvolle Gesellschaft, zuletzt in der ARD-Alpha-Reihe "Respekt" des Bayrischen Rundfunks. Im Mai 2019 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft.

Kursnummer 210157
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Ramo Ali
Landjudentum in Unterfranken Online-Vortrag
Mi. 08.12.2021 19:00
vhs Online

Dr. Rotraud Ries leitet das Johann-Stahl-Zentrum im Würzburg. Es ist das regionale Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. Frau Dr. Ries wird in ihrem Vortrag auf die Entstehung und Ausprägung des Landjudentums seit dem 15. Jahrhundert eingehen. In vielen Kultusgemeinden verstreut in der ganzen Region spielte sich bis ins 19. Jahrhundert das gesamte jüdische Leben in Unterfranken ab. Hier entstanden die für ein jüdisches Leben notwendigen Institutionen wie Synagogen und Friedhöfe.

Kursnummer 131002
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Gebühr: 5,00
nur Abendkasse
Dozent*in: Dr. Rotraud Ries
Schlaue Graue - der Filmtreff
Mo. 13.12.2021 15:00
Aschaffenburg

Jeden zweiten Montag im Monat zeigt die vhs in Zusammenarbeit mit dem Landesmediendienst Bayern einen "Seniorenfilm". Jede Generation hat ihre Themen, ihre Filme, ihre Vorlieben - und so hat der Landesmediendienst etwa hundert Filme aus den Bereichen Unterhaltung, Bildung, Erinnerung und Filmkunst zusammengestellt. In diesem Semester zeigen wir passende Filme zu unserem Semesterthema "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Neugierig geworden? Kommen Sie einfach vorbei! Mo 13.9.21, Mo 11.10.21, Mo 8.11.21, Mo 13.12.21, Mo 10.01.22. jeweils 15:00 - 17:00 Uhr Nur mit Anmeldung!

Kursnummer 134204
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Dr. Michael Peter Hoecke
Schlaue Graue - der Filmtreff
Mo. 10.01.2022 15:00
Aschaffenburg

Jeden zweiten Montag im Monat zeigt die vhs in Zusammenarbeit mit dem Landesmediendienst Bayern einen "Seniorenfilm". Jede Generation hat ihre Themen, ihre Filme, ihre Vorlieben - und so hat der Landesmediendienst etwa hundert Filme aus den Bereichen Unterhaltung, Bildung, Erinnerung und Filmkunst zusammengestellt. In diesem Semester zeigen wir passende Filme zu unserem Semesterthema "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Neugierig geworden? Kommen Sie einfach vorbei! Mo 13.9.21, Mo 11.10.21, Mo 8.11.21, Mo 13.12.21, Mo 10.01.22. jeweils 15:00 - 17:00 Uhr Nur mit Anmeldung!

Kursnummer 134205
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Dr. Michael Peter Hoecke
Wenn man die Muttersprache nicht versteht Meine Kindheit in Tiberias
Mi. 19.01.2022 19:00
Aschaffenburg

Gute Kartoffel, Deutschland und Autobahn - das waren Oded Zinghers Sprachkenntnisse, als er 1966 zum ersten Mal nach Deutschland kam. Und das, obwohl die Sprache seiner Mutter und auch die seines Vaters Deutsch war. Wie kam es dazu? Oded Zingher wurde 1944 in Tiberias, damals britisches Mandatsgebiet Palästina EI, geboren. Den Staat Israel gab es noch nicht. Seine Eltern waren Untertanen des Königs Georg VI. Offizielle Amtssprachen waren Englisch, Arabisch und Hebräisch. Zu Hause sprachen die Eltern miteinander Deutsch, das für die Kinder eine unbekannte Sprache war. Oded Zinghers autobiographischer Vortrag beschäftigt sich mit dem wechselvollen Leben jüdischer Emigranten und ihrer Familien im Tiberias von damals.

Kursnummer 131304
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Gebühr: 5,00
nur Abendkasse
Dozent*in: Oded Zingher