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Judentum in Deutschland

8 Kurse

Anlässlich des 90. Todestages des Aschaffenburger Rabbiners Raphael Breuer bieten wir gemeinsam mit dem Martinusforum, dem Förderkreis Haus Wolfsthalplatz und dem Stadt- und Stiftsarchiv eine kleine Reihe an. Sie will Tradition und Moderne im Judentum in Deutschland beleuchten.

Alle Vorträge finden in Präsenz statt und werden gleichzeitig gestreamt. Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig. Daher ist eine Anmeldung erforderlich!

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Dr. Michael Peter Hoecke
Gesellschaft, junge vhs, Kinder-Uni

Austritt und Toleranz - War der Aschaffenburger Rabbiner Raphael Breuer ein religiöser "Extremist"? - Reihe Zusammen in Vielfalt Vortrag
Mi. 09.11.2022 19:00
Onlinekurs über Zoom

Der Aschaffenburger Rabbiner Raphael Breuer (1881-1932) gilt - ähnlich wie sein jüngerer Bruder, der Frankfurter Religionsphilosoph Isaac Breuer (1883-1946) - als Exponent des "radikalsten" Flügels der Orthodoxie im deutschen Judentum des frühen 20. Jahrhunderts, der sogenannten "Austrittsorthodoxie". Wer Raphael Breuer aus seiner Arbeit als Gemeinderabbiner "vor Ort" kannte, beschreibt ihn aber als angenehmen Intellektuellen und Seelsorger, der seinen jüdischen wie nicht-jüdischen Zeitgenossen freundlich zugewandt war. In der Tat war Breuer für die eigene Person und für sein rabbinisches Wirken ganz der Tora und einer in der Tora gründenden Lebenspraxis verpflichtet. Authentisch jüdisches Leben war für ihn nicht "billig" zu haben. Das Beispiel der Breuer-Brüder zeigt aber, dass ein kompromissloses jüdisches Engagement zugleich frei machen kann zu kultureller Offenheit und für den interreligiösem Dialog. Der Vortrag zeichnet die wichtigsten Facetten des Lebenswerkes Raphael Breuers nach. Beispiele des sprichwörtlich "Breuerschen Humors" kommen ebenso zur Sprache wie Breuers überraschende Option in der damals drängenden Frage des Verhältnisses von Staat und Synagoge in Bayern. Prof. Morgenstern arbeitet am Institut für Religionswissenschaft und Judaistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er spezialisierte sich auf die Erforschung der deutsch-jüdischen Orthodoxie und schrieb seine Dissertation über den jüdisch-orthodoxen Philosophen Isaac Breuer. Hinzu kamen Arbeiten über die moderne israelische Literatur, vor allem über den Dramatiker Mosche Schamir und das zeitgenössische israelische Theater. Der Vortrag findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig gestreamt. Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig. Anmeldung erforderlich! Veranstaltungsreihe in Kooperation von Martinusforum Aschaffenburg, Förderkreis Haus Wolfsthalplatz, Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und vhs Aschaffenburg. Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Kursnummer 131201
vhs.wissen live: Wie hättet ihr uns denn gerne? Ein Gespräch zur deutschen Realität. Muslimisch, jüdisch, deutsch. Online-Vortrag
Mo. 14.11.2022 19:30
vhs Online

Die Journalisten Özlem Topçu und Richard C. Schneider sind neben vielen Dingen auch zwei Deutsche – das ist für viele immer noch nicht selbstverständlich. In diesem Gespräch blicken sie auch als "Jude" und "Türkin“ auf Deutschland, seine Debatten zu Integration, Rassismus, Antisemitismus und den Umgang mit dem „Anderen“. Es ist nicht nur die Sicht zweier Journalisten, die am Diskurs über das Verhältnis zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten teilnehmen, sondern die zweier Freunde, die sich ihre deutschen Geschichten erzählen. Und miteinander können sie auch über ihre Ganz-, Halb- und Viertel-Identitäten diskutieren, denn sie wissen, was es heißt, in unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften beheimatet zu sein. Özlem Topçu wurde 1977 als Tochter türkischer „Gastarbeiter“ in Flensburg geboren. Sie ist stellvertretende Leiterin des Auslandsressorts beim Spiegel Richard Schneider wurde als Kind ungarischer Holocaustüberlebender in München geboren. Von 2006 bis 2015 war er Chefkorrespondent im ARD-Studio Tel Aviv. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133721
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Özlem Topçu
Moderne in der Tradition: das orthodoxe Judentum in Deutschland im Spannungsbogen von Integration und Partikularismus - Zusammen in Vielfalt Vortrag
Do. 17.11.2022 19:00
Onlinekurs über Zoom

Rabbiner Raphael Breuer führte das spirituelle Erbe seines Großvaters Samson Raphael Hirsch - das Konzept von Tora im Derech Erez - fort. Dieses Konzept beschreibt die Kombination von "Deutschtum und Judentum", wie es damals hieß, also eine moderne Orthodoxie, die einerseits die eigenen Traditionen bewahrt, aber andereseits Kultur und allgemeine Bildung des Landes annimmt, sich also in die Gesellschaft integriert und zum Gemeinwohl der Gesamtgesellschaft beitragen will. Dazu gehörte in der Zeit Rabbiner Breuers auch ein ausgeprägter Patriotismus. Das Spannungsfeld der Orthodoxie in Deutschland, zwischen Tradition und Moderne, soll in diesem Vortrag beleuchtet und mit Beispielen aus Geschichte und Gegenwart aufgezeigt werden. Rabbiner Jehoschua Ahrens ist Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland und seit 2016 ehrenamtlicher Direktor für Zentraleuropa des Center for Jewish–Christian Understanding and Cooperation. An seinen verschiedenen Wirkungsstätten war bzw. ist Ahrens im jüdisch-christlichen und im jüdisch-christlich-muslimischen Gespräch engagiert. Er gehörte 2015 zu den Mitinitiatoren und Autoren der Orthodoxen rabbinischen Erklärung zum Christentum. Der Vortrag findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig gestreamt. Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig. Anmeldung erforderlich! Veranstaltungsreihe in Kooperation von Martinusforum Aschaffenburg, Förderkreis Haus Wolfsthalplatz, Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und vhs Aschaffenburg. Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Kursnummer 131203
Von "Avinu" bis "Zizit". Jüdische Liturgie kennenlernen - Zusammen in Vielfalt
Fr. 18.11.2022 15:00
Aschaffenburg

Jüdische Gebetszeiten und liturgische Feiern in der Synagoge sind vielen Menschen fremd. Warum wird auf Hebräisch gebetet? Sitzen Frauen und Männer wirklich getrennt? Was bedeuten die verschiedenen „Accessoires“, die zum Gebet angelegt werden? Aus welcher Rolle wird eigentlich gelesen? Dieses Seminar bietet die Gelegenheit, ein wenig mehr darüber zu erfahren. Neben Vermittlung von Wissen über die Geschichte des jüdischen Gottesdienstes, die unterschiedlichen Bausteine und die Rollen und Dienste in der Liturgie werden wir am Freitagabend per Videokonferenz zu einem jüdischen Schabbat-Gottesdienst zugeschaltet sein. Dabei entdecken wir auch Verbindungslinien zu christlichen Gebets- und Gottesdienstformen. Referentin: Dr. Annette Miriam Böckler, Bodenheim Tagungsleitung: Dr. Ursula Silber, Martinushaus TN-Gebühr: 40,00 Euro incl. Abendessen Kooperation mit dem Martinusforum Aschaffenburg.

Kursnummer 131204
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Gebühr: TN-Gebühr: 40,00 EUR inkl. Abendessen
Jüdischer Schabbat-Gottesdienst. Zu Gast in der Westend-Synagoge Frankfurt - Zusammen in Vielfalt Exkursion
Sa. 19.11.2022 07:30

19.11. 2022, Abfahrt: 7.43 Uhr ab Hbf Aschaffenburg; Rückkehr gegen 16 Uhr Wir fahren gemeinsam nach Frankfurt und sind dort als Gäste im orthodox-jüdischen Gottesdienst in der Westend-Synagoge eingeladen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Fragen und Gespräch mit zwei jüdischen Theologinnen. Vor der Rückfahrt essen wir gemeinsam in einem koscheren Restaurant zu Mittag. Referentinnen: Annette Miriam Böckler, Bodenheim; Dr. Gabriele Schlick-Bamberger, Frankfurt Begleitung: Dr. Ursula Silber Hinweise: Für diese Exkursion ist die Teilnahme am Seminar „Von Avinu bis Zizit“ am 18.11.2022 erforderlich! Nähere Informationen auf Anfrage: Tel. 06021 392102 oder u.silber@martinushaus.de Kooperation mit dem Martinusforum Aschaffenburg.

Kursnummer 131206
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Gebühr: TN-Gebühr: 40,00 EUR inkl. Abendessen
Die drei monotheistischen Weltreligionen - Reihe Zusammen in Vielfalt Vortrag
Fr. 25.11.2022 19:00
Aschaffenburg

In diesem Vortrag wird der philosophische Versuch unternommen, die drei monotheistischen Weltreligionen näher zu betrachten, auszuleuchten und philosophisch zu verstehen. Woher kommen sie? Welche Denkrichtungen können wir ersehen und was lernen wir aus diesen Religionen? Eine spannende, philosophische Reise! Kommen Sie einfach mit! Der Vortrag ist Teil unserer Reihe "Zusammen in Vielfalt - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Orthodoxes und liberales Judentum im Kontext eines wiederkehrenden Antisemitismus" (siehe Kurs-Nr. 131201 - 131207)

Kursnummer 132317
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Gebühr: 5,00
nur Abendkasse
Dozent*in: Valentina Urs
Antisemitismus – damals wie heute, immer dasselbe - Zusammen in Vielfalt Vortrag
Mo. 30.01.2023 19:00
Aschaffenburg

Wer und wieviele machten damals auf welche Weise mit? In Aschaffenburg? Das versucht Peter Körner zu beantworten. Seit Jahrzehnten wertet er dazu die umfangreichen Quellen aus. Regelmäßig wird an „Kristallnacht“ und Holocaust erinnert – mit moralischem Engagement und der Überzeugung, dass die Erinnerung zur Staatsräson der Bundesrepublik gehört. Jetzt denunzieren dies linke Gruppen als rechtslastige und abhängige Verteidigung der Unterdrückung von Muslimen. Der Referent plädiert dafür, Haltungen auf ein fundiertes Wissen um lokalen Antisemitismus der NS-Zeit zu gründen. Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig gestreamt. Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig. Anmeldung erforderlich! Veranstaltungsreihe in Kooperation von Martinusforum Aschaffenburg, Förderkreis Haus Wolfsthalplatz, Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und vhs Aschaffenburg. Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Kursnummer 131205
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Peter Körner
Erneuerung des Judentums durch Frauen im Rabbinat - Erfahrungen der liberalen Rabbinerin Elisa Klapheck - Reihe Zusammen in Vielfalt Vortrag
Do. 09.02.2023 19:30
Aschaffenburg

Prof. Dr. Elisa Klapheck ist Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft "Egalitärer Minjan" in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main und Professorin für Jüdische Studien an der Universität Paderborn. Sie engagiert sich seit den 90-Jahren für eine Erneuerung der jüdisch-religiösen Tradition. Sie gehörte zu den Mitbegründern der liberalen Synagoge Oranienburger Straße in Berlin. 1999 entstand maßgeblich durch ihre Initiative „Bet Debora“, eine historisch erstmalige „Tagung europäischer Rabbinerinnen, Kantorinnen und rabbinisch gelehrter Jüdinnen und Juden“. Klapheck ist Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz in Deutschland (ARK) sowie associate member des Rabbinic Board von Liberal Judaism in Großbritannien. 2016 wurde sie Professorin für Jüdische Studien am Zentrum für Komparative Theologie der Universität Paderborn. Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig gestreamt. Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig. Anmeldung über Martinusforum erforderlich! Veranstaltungsreihe in Kooperation von Martinusforum Aschaffenburg, Förderkreis Haus Wolfsthalplatz, Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und vhs Aschaffenburg. Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Kursnummer 131207
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Gebühr: 5,00 €
Anmeldung über Martinusforum