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Philosophie

22 Kurse
Dr. Michael Peter Hoecke
Gesellschaft, Bildungsprämie

vhs.wissen live: Dante und die deutsche Welt Online-Vortrag auf Italienisch
Fr. 27.08.2021 18:00
vhs Online

Die Geschichte der Beziehungen zwischen Dante und der deutschen Welt ist weit verflochten: von der kaiserlichen Rezeption der Monarchie bis zu Goethes Urteil, von den römischen Fresken der Nazarener über die irdische Hölle von Thomas Manns Doktor Faustus bis zu den jüngsten Polemiken. In diesem Gespräch, anlässlich des 700. Todestages des berühmten Dichters, behandeln wir die wichtigsten Stationen des „deutschen“ Dante und weiten den Fokus dann auf eine Reflexion über das Verhältnis Dante und Europa aus, wie es uns aus seinen politischen Schriften bekannt ist. Dr. Marco Grimaldi lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Rom („La Sapienza“). Er hat u.a. das Buch „Dante, nostro contemporaneo: Perché leggere ancora la Commedia” veröffentlicht. Die Veranstaltung findet auf Italienisch, in Kooperation mit dem Deutsch-italienischen Zentrum Villa Vigoni statt. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133702
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Gebühr: kostenlos
vhs.wissen live: Die großen Katastrophen der Vergangenheit und einige Lehren für die Zukunft Online-Vortrag auf Englisch
Mo. 06.09.2021 18:30
vhs Online

Katastrophen lassen sich nicht vorhersagen. Sie treten nicht in Zyklen auf. Und dennoch: Wenn das Unheil zuschlägt, sollten wir besser gerüstet sein als die Römer beim Ausbruch des Vesuv, die Menschen im Mittelalter bei der rasenden Verbreitung der Pest in ganz Europa oder die Russen bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Aber sind wir das? Haben wir nicht gerade in der Corona-Pandemie alles erlebt an imperialer Überheblichkeit, bürokratischer Erstarrung und tiefer Spaltung? In seinem Buch »Doom« schaut Niall Ferguson mit dem Blick des Historikers und Ökonomen auf die unterschiedlichsten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte. Wir müssen unsere Lektionen aus diesen historischen Beispielen lernen, damit künftige Katastrophen uns nicht in den Untergang führen. Niall Ferguson ist einer der bekanntesten und renommiertesten Historiker unserer Zeit. Er war Professor für Geschichte an der Harvard University und lehrte u.a. an der Oxford University, an der Stanford University und der London School of Economics and Political Science. Er gilt als Spezialist für Finanz- und Wirtschafts- und europäische Geschichte. Sein Buch über den Ersten Weltkrieg bei DVA (»Der falsche Krieg«) war ein großer internationaler Erfolg. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133703
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Niall Ferguson
vhs.wissen live: Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und des Orients Online-Vortrag
Mo. 20.09.2021 19:30
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Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133704
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Thomas Bauer
vhs.wissen live: Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert. Online-Vortrag
Mi. 22.09.2021 19:30
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Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität. Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133706
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Thomas Bauer
vhs.wissen live: Die Realität des Risikos Online-Vortrag
Mo. 27.09.2021 19:30
vhs Online

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst. Wir leben nicht heute erst in der „postmodernen Moderne“ (Ulrich Beck) in einer „Risikogesellschaft“, vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren. Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet. Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien? Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper „Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren“. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133707
vhs.wissen live: Ein Elefant für den Papst. Die Entdeckung der neuen Welt und die Kurie in Rom Online-Vortrag
Fr. 01.10.2021 19:30
vhs Online

1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant. Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«. Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war. In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt. Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133708
Geschichte der Philosophie - die Anfänge der abendländischen Philosophie
Sa. 02.10.2021 10:30
Aschaffenburg

In diesem Kurs zur Geschichte der Philosophie werden die Anfänge der abendländischen Philosophie aufgespürt. Mit den Gedanken der Vorsokratiker soll begonnen werden und in einem spannenden Kurs Schritt für Schritt die Geschichte der Philosophie erzählt, erklärt und mit der jeweiligen Gesellschaft, Geschichte und Kultur verknüpft werden. Dieser Kurs findet in den Räumen der vhs statt. Sollte dies aufgrund der aktuellen Situation (Corona) nicht möglich sein, wird er online stattfinden.

Kursnummer 132211
vhs.wissen live: Was heißt Provinz? Und gibt es sie noch in Deutschland? Online-Vortrag
Mo. 04.10.2021 19:30
vhs Online

Die Provinz hat keinen guten Ruf. Sie gilt als verschlafen, rückständig und piefig. »Provinziell« zu sein, lässt sich daher niemand gerne nachsagen. Wer hip, modern sein und am Puls der Zeit leben will, muss sich in Berlin oder einer der Metropolen dieser Welt herumtreiben. Vergessen wird jedoch oft, dass das geistige und kulturelle Leben Deutschlands jahrhundertelang in der Provinz stattfand und bis heute stattfindet – man denke nur an Weimar, Heidelberg, Tübingen oder Marburg. Eine Metropole gab es lange Zeit nicht. Die Provinz war Ort des Aufbruchs, des intellektuellen und wirtschaftlichen, aber auch des erotischen, wie die französische Literatur des 19. Jahrhunderts belegt. Von Würzburg über Bochum und Siegen nach Palo Alto: Der Weltbürger Hans Ulrich Gumbrecht hat fast ausschließlich in der Peripherie gelebt. Da, wo sich Hightech-Unternehmen, Forschungsinstitutionen und viele der besten Universitäten der Welt befinden. Das Silicon Valley steht paradigmatisch für diesen Trend. Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf? Prof. Hans Ulrich Gumbrecht ist Literaturwissenschaftler an der UniversitätStanford Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133712
vhs.wissen live: Das Risikoparadox – warum wir uns vor dem Falschen fürchten Online-Vortrag
Di. 12.10.2021 19:30
vhs Online

Was uns wirklich bedroht und wie wir richtig damit umgehen Nahezu täglich bringen uns die Medien neue Hiobsbotschaften: steigende Kriminalität, gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Elektrosmog. Wird unser Leben nicht immer gefährlicher, unsicherer, risikoreicher? Ortwin Renn, der international anerkannte Risikoforscher und renommierte Technik- und Umweltsoziologe, sagt: nein. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt beständig, in vielerlei Hinsicht geht es uns immer besser. Wie fürchten uns, so Renn, vor „falschen“ Gefahren, verschließen aber die Augen vor Risiken, die uns und unsere Nachwelt erheblich bedrohen. Renn zeigt, welches diese sind, warum wir sie unterschätzen und wie wir im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortungsvoll damit umgehen können. Ortwin Renn ist Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) in Potsdam und Professor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133709
Reihe 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Moses Mendelssohn
Fr. 15.10.2021 19:00
Aschaffenburg

Moses Mendelssohn (1729 - 1786), der große Gelehrte aus der Aufklärungszeit, prägte nicht nur sein Umfeld, auch seine gesamte Epoche! Er beeindruckte und beeindruckt durch sein umfangreiches Wissen, aber auch durch seine Art des Menschseins! In diesem Vortrag zum Semesterthema "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", wird es um die Person Mendelssohn gehen, sein Leben, sein Umfeld, aber auch um die Lebensumstände, in denen er lebte, in denen er dachte und produzierte! Eine spannende Reise in die Biografie eines Gelehrten! Dieser Kurs findet in den Räumen der vhs statt. Sollte dies aufgrund der aktuellen Situation (Corona) nicht möglich sein, wird er online stattfinden. Anmeldung erforderlich!

Kursnummer 132217
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Gebühr: 5,00
Dozent*in: Valentina Urs
vhs.wissen live: Wie lässt sich unser Gesundheitssystem fairer und effizienter gestalten? Online-Vortrag
Di. 19.10.2021 19:30
vhs Online

Die Corona Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Pandemien nur global bekämpft werden können. Unabhängig vom Einkommen muss jede/r Zugang zu Medikamenten oder Impfstoffen bekommen. Dies ist aus ethischen Gründen aber auch aus Nützlichkeitsüberlegungen erforderlich. Doch wie kann ein Gesundheitssystem fairer und effizienter gestaltet werden? Durch welche Anreize kann auch die Pharmaindustrie hier einbezogen werden, ohne die die Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffe undenkbar wäre? Diese Fragen diskutieren der Politiker Karl Lauterbach und der Philosoph Thomas Pogge. Prof.Dr.Dr. Karl Lauterbach ist Mediziner und Gesundheitsökonom. Er ist Mitglied der SPD und seit 2005 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Von 1992 bis 1993 hatte er ein Fellowship der Harvard Medical School inne. Einer seiner Betreuer war Amartya Sen. Prof.Dr. Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University an. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133710
vhs.wissen live: Die Erziehung des Geschmacks. Eine unendliche Geschichte Online-Vortrag
Do. 21.10.2021 19:30
vhs Online

Spätestens wenn man bemerkt, wie sehr die sozialen Medien sich zu Paradiesen oder Höllen des Geschmacks entwickelt haben, in denen täglich tausendfach "Followers" ihre "Likes" vergeben oder verweigern, zerstreut sich der Verdacht, die Geschichte des Geschmacks sei beendet oder ein Gegenstand bloß antiquarischen Interesses. Tatsächlich folgen wir, wenn wir uns vom Gefallen oder Missfallen leiten lassen, einer schnellen, instinktartig funktionierenden Steuerung, die alle Operationen der Vernunft unterläuft. Den Sinnen nah, dem Verstand fern, ist der Geschmack ein Schwererziehbarer, um den sich nach den Philosophen des 18. und den Formerziehern des 19. Jahrhunderts zunehmend Marktinstanzen gekümmert haben, deren Wirken neuerdings von Algorithmen und KI unterstützt wird. Prof. Dr. Ulrich Raulff ist Historiker. Er war Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Von 2004 bis 2018 war Raulff Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Seit Oktober 2018 ist er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen. Ulrich Raulff wurde vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133711
Reihe Dürrenmatt: Friedrich Dürrenmatt - Sein Leben und sein Denken Vortrag
Fr. 22.10.2021 19:00
Aschaffenburg

Friedrich Dürrenmatt, der Schriftsteller als Philosoph und der philosophsiche Schriftsteller! Friedrich Dürrenmatt, der am 15.01.2021 seinen 100sten Geburtstag gefeiert hätte und der am 14.12.1990 verstarb, der als Schriftsteller der Moderne gilt, Kritik am Handeln und Denken der Menschen übte, beobachtete und wachrüttelte, ist vor allem bekannt durch seine Kriminalromane. Man tut ihm Unrecht an, sieht man aber nur diese Werke. Mit Parodie, Witz, Zynismus, Sarkasmus und Humor schreibt er Satiren, Dramen uvm.. In diesem Vortrag soll es einnmal um die Person Dürrenmatt gehen. Wer war er und was erfahren wir über den privaten Mensch Dürrenmatt. Aber auch über sein Werk und das Philosophische darin. Ein spannende Reise zur Literatur und, natürlich!, auch zu seinen Kriminalromanen! Dieser Vortrag findet in den Räumen der vhs statt. Sollte dies aufgrund der aktuellen Situation (Corona) nicht möglich sein, wird er online stattfinden. Anmeldung erforderlich!

Kursnummer 132215
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Gebühr: 5,00
nur Abendkasse
Selbst bestimmt sterben - was es bedeutet, was uns daran hindert, wie wir es erreichen können
Di. 26.10.2021 19:00
vhs Online

„Selbst bestimmt sterben – das müssen wir alle. Selbstbestimmt sterben – das können wir erreichen, wenn wir es wollen. Aber zunächst müssen wir herausfinden, was das für jeden von uns ganz konkret bedeutet. Die Antworten werden höchst unterschiedlich sein, und sie können sich mit der Zeit für jeden Einzelnen auch verändern. Jeder von uns ist ein Stück weit selbst verantwortlich dafür, dass wir eine Gesellschaft bekommen, in der „selbstbestimmtes Sterben“ weit mehr bedeutet als das Recht, sich selbst zu töten oder töten zu lassen. In der jeder Mensch bis zu seinem Tod gleich geachtet wird, unabhängig von seinem ökonomischen oder sonstigen Leistungspotential. Und in der es für jeden Menschen möglich sein kann, jenes Ziel zu erreichen, das Rainer Maria Rilke so unvergleichlich formuliert hat: O Herr, gib jedem seinen eignen Tod. Das Sterben, das aus jenem Leben geht, darin er Liebe hatte, Sinn und Not.“ Prof. Dr. med Gian Domenico Borasio ist Lehrstuhlinhaber für Palliativmedizin an der Universität Lausanne und Chefarzt der Abteilung Palliative Care am Universitätsklinikum Lausanne. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich. In Kooperation mit der Hospizgruppe Aschaffenburg e. V. Im Rahmen der Theater-Themen-Woche "Sterben in Würde und Selbstbestimmung?" zum Gastspiel "Gott" von Ferdinand von Schirach des Berliner Ensembles am 3.11.21 im Stadttheater.

Kursnummer 132401
Hospizliche und palliative Versorgung am bayerischen Untermain
Do. 28.10.2021 19:00
vhs Online

Wenn ein Familienmitglied unheilbar erkrankt, beginnt für alle Betroffenen eine schwere Zeit, die große Belastungen mit sich bringen kann. Im Hospiz- und Palliativbereich entstand in den letzten Jahren ein vielseitiges Versorgungsnetz, um den Anspruch einer ganzheitlichen Versorgung Rechnung tragen zu können: Stationäre Hospize, Palliativkliniken, SAPV- spezialisierte ambulante Palliativversorgung und ambulante Hospizdienste. Die unterschiedlichen Versorgungsstrukturen sorgen aber auch oft für Unklarheiten. Wer bietet was wo an und an wen kann ich mich wann wenden? Deshalb möchten wir Ihnen die stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen und Unterstützungsangebote in unserer Region vorstellen Referenten: Hospiz Alzenau, Markus Höfler, Leiter Palliativklinik Aschaffenburg, Dr. Alfred Paul, Chefarzt SAPV, Dr. Almut Föller, Medizinische Leitung, Hospizgruppe Aschaffenburg e. V., Steffen Naumann, Leitender Koordinator, Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich. In Kooperation mit der Hospizgruppe Aschaffenburg e. V.. Im Rahmen der Theater-Themen-Woche "Sterben in Würde und Selbstbestimmung?" zum Gastspiel "Gott" von Ferdinand von Schirach des Berliner Ensembles am 3.11.21 im Stadttheater.

Kursnummer 132402
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Gebühr: kostenlos
Reihe 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Hanah Ahrendt - ihr Leben, Denken und Werk
Fr. 29.10.2021 19:00
Aschaffenburg

Hannah Arendt (1906 - 1975) ist sicherlich eine der einflussreichsten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Faszinierend ist ihre Schärfe und kompomisslosigkeit im Denken. Ihre Aktualität, aber auch Leidenschaft für die Antike! In diesem Vortrag soll auf Ihr Leben, Denken und Werk eingegangen werden, aber immer auch in Bezug auf andere Denkrichtungen und die jeweiligen Stellungen und Bezüge in der Geschichte! Dieser Vortrag findet in den Räumen der vhs statt. Sollte dies aufgrund der aktuellen Situation (Corona) nicht möglich sein, wird er online stattfinden

Kursnummer 132213
vhs.wissen live: Was ist Technik – und was ist der Mensch? Der Mensch im Spiegel der Technik Online-Vortrag
Di. 16.11.2021 19:30
vhs Online

Technik war in der Kulturgeschichte der Menschheit stets ein entscheidendes Medium für Erfolg und Wohlstand. Dabei ist die Technik nicht bloß Objekt, sondern kann Menschen verändern, individuell wie kollektiv: Handlungsweisen, Lebensstile und Gewohnheiten, Freizeitverhalten und Arbeitswelt, aber auch Werte und Wertschätzungen. Technik wirkt auf ihre Erzeuger und Nutzer zurück. Diese Rückwirkungen tragen zu den Vorstellungen bei, die Menschen von sich machen, aber auch von Natur und Umwelt. Die Frage nach der Technik führt daher auf die Frage nach dem Menschen zurück, beide Fragen sind untrennbar verbunden. Im Vortrag gehe ich diesen Verbindungen nach, beginnend historisch, jedoch mit Schwerpunkt auf gegenwärtigen Herausforderungen menschlicher Selbstverständnisse angesichts von Digitalisierung und Biotechnologie. Prof. Dr. Armin Grunwald wurde in Physik promoviert und in Philosophie habilitiert. Seit 1999 leitet er das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hält dort auch eine Professur für Technikethik und Technikphilosophie. Seit 2002 berät er den Deutschen Bundestag in Fragen der Technikfolgenabschätzung. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.

Kursnummer 133721
Reihe Dürrenmatt: - Lektürekreis zum 100. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt
Do. 02.12.2021 18:30
Aschaffenburg

Das Werk des Schweizer Schriftstellers und Malers Friedrich Dürrenmatt ist reichhaltig. Geprägt von seinen philosophisch-naturwissenschaftlichen Studien und den Zeitereignissen formt Dürrenmatt seine Themen und Stoffe mit Hilfe der Groteske sowie mit Fantasie und Witz bis hin zum schwarzen Humor. Die tragische Komödie erhält bei ihm eine neue Gestalt. In Erzählungen, Parabeln und Kriminalgeschichten werden moralische Fragestellungen, Schuld, Versuchungen und Vergehen verblüffend anders ausgedacht und narrativ umgesetzt. Wir lesen den Klassiker: Der Besuch der alten Dame (1956). Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman (1978). Der Tunnel und andere Meistererzählungen (Ausgabe bei Diogenes 2011).

Kursnummer 132214
Pure Philosophie
Sa. 11.12.2021 10:30
Aschaffenburg

Der Kurs bietet in jedem Semester neu die Möglichkeit Philosophie zu betreiben, ein philosophisches Gespräch zu entwickeln, aber auch, ganz wie man möchte, zuzuhören und Philosophie einfach zu "leben". Nah und dicht am Text, in Verbindung mit der Möglichkeit zum Lesen und Diskutieren von philosophischen Texten und mit Bezug auf den jeweiligen Philosophen, soll seine Biografie, sein historisches Umfeld und seine geistesgeschichtliche Herkunft kennengelernt werden. Ein spannender, unterhaltsamer Einblick in die Philosophie, soll so auch Möglichkeit bieten, Philosophie für den Alltag nutzbar zu machen. Florian Gernot Stickler studierte Klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.

Kursnummer 132220
Pure Philosophie
Sa. 11.12.2021 12:15
Aschaffenburg

Der Kurs bietet in jedem Semester neu die Möglichkeit Philosophie zu betreiben, ein philosophisches Gespräch zu entwickeln, aber auch, ganz wie man möchte, zuzuhören und Philosophie einfach zu "leben". Nah und dicht am Text, in Verbindung mit der Möglichkeit zum Lesen und Diskutieren von philosophischen Texten und mit Bezug auf den jeweiligen Philosophen, soll seine Biografie, sein historisches Umfeld und seine geistesgeschichtliche Herkunft kennengelernt werden. Ein spannender, unterhaltsamer Einblick in die Philosophie, soll so auch Möglichkeit bieten, Philosophie für den Alltag nutzbar zu machen. Florian Gernot Stickler studierte Klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.

Kursnummer 132222