Reihe Meinungsfreiheit und Zensur 1: Satire und Zensur - Vortrag

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Dies ist ein Vortrag. Anmeldung nicht notwendig.

Mittwoch, 07. März 2018 19:00–20:30 Uhr

Kursnummer 133311
Dozentin Urania Milevski
Datum Mittwoch, 07.03.2018 19:00–20:30 Uhr
Gebühr 5,00 EUR
Ort

vhs-Haus, Luitpoldstr. 2, Raum 105
Luitpoldstr. 2
63739 Aschaffenburg
Raum 1.OG 105

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Was darf Satire? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Zwei Fälle, in welchen Satiriker angeklagt und zensiert wurden, schauen wir uns genauer an: Den Fall des Schriftstellers Frank Wedekind, der wegen seines Gedichts "Im heiligen Land" (1898) vor Wilhelm II. und der drohenden Haftstrafe ins Ausland floh. Und den Fall des Moderators Jan Böhmermann, der wegen seines Gedichts "Schmähkritik", verlesen in seiner TV-Sendung Neo Magazin Royale, 2016 angeklagt wurde. Die Funktionsweise von Satire als "ästhetisch sozialisierte Aggression" steht in direktem Zusammenhang mit Männlichkeit als zentraler Größe. Sowohl Erdogan als auch Wilhem II. werden satirisch "entmännlicht", und auch die medialen Reaktionen, z.B. Bushidos #Böhmermädchen, sowie die politischen Reaktionen, die Stellungnahmen von Erdogan wie Merkel, setzen Männlichkeit als Referenzgröße fest, wenn sie für oder gegen die Satiriker plädieren. Wo die Grenze zwischen Kunstfreiheit und Straftatbestand verläuft, ist um 1900 genauso leidenschaftlich diskutiert worden wie in unserer Gegenwart. Am Beispiel von Wedekind und Böhmermann sollen diese Entwicklungen bis zur kürzlichen Abschaffung des sogenannten Schah-Paragraphen 103 nachgezeichnet werden.
Die Referentin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Der Vortrag eröffnet eine Reihe zum Thema Meinungsfreiheit und Zensur. Weitere Termine: 13.3., 17.4., 15.5., 12.6.


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